Der Aufbau

— 2013

Was geschieht, wenn aus Utopien eine Wirklichkeit gebaut wird? Welche Überreste einer vergehenden Ordnung eignen sich als Material? Welche Idee, welche Matrix gewährleistet den Zusammenhalt? Wie etablieren Menschen ein Verhältnis zur Welt der Objekte? weiterlesen

In DER AUFBAU benutzt das weibliche Performance-Duo SKILLS Alltags-gegenstände und Bewegung, um Musik zu produzieren. Damit ist ihnen eine smarte Erweiterung der männlichen Fricklergeste und eine originelle Verzahnung zwischen Tanzperformance und Konzert gelungen. Ein interessanter Abend über Utopie – zwischen künstlerischer Avantgarde der 20er Jahre, industrial noise und überbordender Materialschlacht.

Margarita Tsomou, Missy Magazine

Video: Fred Man

SKILLS durchleuchten diese Fragen anhand einer dichten Folge von szenischen Experimenten. Sie erinnern an die Situationen, der sich Künstler ausgesetzt sehen, wenn in der Leere des Bühnenraums die technischen Vorbereitungen für eine Aufführung getroffen werden. Die beiden Protagonistinnen richten sich ein und scheinen einen exakten Plan zu verfolgen. In einer Atmosphäre der Vorbereitung, der steigenden Spannung, der permanenten Ankündigung entsteht ein Prozess des Wachstums und der Transformation, ein Tanz der Dinge, der die Gegenstände zum Klingen und die Verhältnisse in Bewegung bringt.

SKILLS gehen an die Grenzen: zwischen Musik und Geräusch, zwischen Körper und Utopie, zwischen Versuch und Disziplin. Der Industrial der 80er Jahre, Adorno und der herrschende Zeitgeist verschränken sich in Objekten, Körpern und Sounds zu einer Landschaft.

  • Konzept und Performance: Camilla Milena Fehér, Sylvi Kretzschmar
  • Dramaturgische Beratung: Bruno Listopad, Christoph Gurk
  • Tontechnik und musikalische Mitarbeit: Peta Devlin
  • Licht: Hans Leser
  • Kostüme: Nina Thorwart
  • Assistenz: Nina Klöckner
  • Produktionsleitung: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro
  • Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und der Rusch-Stiftung.
  • Dank an PACT Zollverein Essen.
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